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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-07-01 - 2017-09-30

Im Projekt “Traubenwelke – eine ungelöste physiologische Störung der Weinrebe” wird speziell die Phase der Induktion der Traubenwelke untersucht. Die Traubenwelke ist eine Reifestörung, die zu hohen wirtschaftlichen Verlusten führen kann, und speziell in Österreich ist die Rebsorte Zweigelt besonders betroffen. Zu Beginn der Reife, oder kurz danach, wird die Traubenwelke induziert und führt zu Weinbeeren mit geringem Zuckergehalt, hohen Säuregehalten, geringerer Färbung der Beerenhaut und der Bildung von Fehlaromen. Die Auslöser und die Prozesse in der Pflanze die zur Symptomausprägung führen sind nach wie vor unklar. Im aktuellen Projekt folgen wir der Hypothese, dass die Traubenwelke durch die Folge eines reduzierten Transportes von Assimilaten zu den Weinbeeren bedingt wird. Basierend auf dem aktuellen Wissen werden wir uns im aktuellen Projekt auf die Morphologie des vaskulären Systems und der bewussten Induktion von Traubenwelke Symptomen in der in vitro Kultur fokussieren. Eine Kombination aus mikroskopischen Techniken und molekular biologischen Methoden wird angewendet. Diese frühe Phase der Induktion der Traubenwelke wurde bislang nicht untersucht. Wir erwarten von den Ergebnissen entscheidende Hinweise auf mögliche Auslöser der Traubenwelke.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-05-01 - 2020-04-30

Bodenbürtige Krankheitserreger stellen aufgrund ihrer Langlebigkeit im Boden und ihrer schwierigen Bekämpfung eine besondere Herausforderung für den Pflanzenschutz dar. Die zunehmenden Verbote von synthetischen Fungiziden und das wachsende Verlangen der Konsumentinnen und Konsumenten nach biologisch produzierten Nahrungsmitteln erfordern die Entwicklung von alternativen Gegenmaßnahmen, um langfristig hochwertige pflanzliche Produkte bereitstellen zu können. Eine mögliche Alternative baut dabei auf die Verbesserung der Pflanzengesundheit durch den Einsatz positiv wirkender Mikroorganismen. Diese können Pflanzenkrankheiten mittels spezifischer Mechanismen, wie direktem Antagonismus oder der Induzierung der Pflanzenabwehr, reduzieren. In diesem Projekt liegt der Fokus auf arbuskulären Mykorrhizapilzen und endophytischen Pilzen. Beiden Pilzgruppen ist es möglich, die Wurzeln ihrer Wirtspflanzen zu kolonisieren, die Physiologie dieser zu verändern und dadurch bedingt die Wirtspflanzenresistenz zu erhöhen. Obwohl einige endophytische Sebacinales ursprünglich aus Mykorrhizasporen isoliert wurden, gibt es nahezu keine Informationen über mögliche Interaktionen in Bezug auf die Pflanzengesundheit. Für dieses Forschungsvorhaben wurden neben dem arbuskulären Mykorrhizapilz Funneliformis mosseae zwei Sebacinales-Arten ausgewählt, die bislang noch weitgehend unerforscht sind: Serendipita williamsii und Serendipita herbamans. Beide Arten wurden aus europäischen Böden isoliert. Mögliche Effekte auf das Pflanzenwachstum bzw. ihre Biokontrollaktivität gegenüber bodenbürtigen Schaderregern sind daher von besonderer Relevanz für die gegebenen Umweltbedingungen. Die Forschungsarbeiten zielen darauf ab anhand der Kultur- und Modellpflanze Tomate einerseits die genauen Kolonisierungsprozesse der Wurzeln durch diese beiden Pilze und andererseits das Biokontrollpotential gegen das bodenbürtige Welkepathogen, Fusarium oxysporum f. sp. lycopersici, aufzuklären. In einem weiteren Forschungsansatz werden mögliche synergistische Effekte zwischen den ausgewählten Sebacinales und dem arbuskulären Mykorrhizapilz auf das Pflanzenwachstum und Biokontrolleffekte gegen das Fusariumwelkepathogen bearbeitet. Die Interaktionen zwischen Tomatenpflanzen, dem Schaderreger und den potentiellen Biokontrollorganismen werden in Glashaus- und in in-vitro-Versuchen und mittels unterschiedlicher Mikroskopietechniken untersucht. Weiters erfolgt eine molekularbiologische Analyse der für die Pflanzenabwehr relevanten Gene und auch die Untersuchung sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe mittels chromatographischer Methoden. Dieses Forschungsvorhaben besitzt hohes innovatives Potential, da die erfolgreiche Etablierung dieses Modellsystems, basierend auf in Europa heimischen Organismen, dazu beitragen kann, nachhaltige Pflanzenschutzkonzepte auf der Basis neuer Mikroorganismenkombinationen zu entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2013-09-01 - 2018-08-31

Die Nachfrage nach gesunden, nahrhaften und innovativen Nahrungsmitteln die auch nachhaltig produziert werden wächst kontinuierlich. Wenig genutzte Getreidearten erfüllen viele der geforderten Punkte, jedoch sind wenig kommerzielle Sorten erhältlich, exisitieren kaum Programme zur Ausnutzung ihrer genetischen Diversität, und zudem haben sie niedrigere Erträge. Es gibt kaum Forschung zur Optimierung der Bestandesführung, der Verarbeitung und des Marketings. "HealthyMinorCereals" setzt sich zum Ziel mit modernen Methoden zur genotypischen Charakterisierung und Phänotypisierung mehr als 800 Genotypes von fünf verschiedenen wenig genutzten Getreidearten (Dinkel, Roggen, Hafer, Einkorn und Emmer) hinsichtlich ihrer Merkmale bezüglich Ertrag, Ernährungsqualität und Krankheitsresistenzen zu beschreiben. Dadurch soll der Grundstein zu gezielten Kreuzungsprogrammen gelegt werden. Feldexperimente werden in vier verschiedenen Klimazonen Europas durchgeführt um die optimale Bestandesführung unter biologischen und low-input Bedingungen zu eruieren, wobei ein Schwerpunkt auf die Genotyp-Umwelt Wechselwirkung und die standortangepasste Düngung gelegt wird. Das Projekt wird weiters die ernährungsphysiologische Qualität der einzelnen Getreidearten bestimmen und die Wirkung von Extrakten, gewonnen aus den Samen, auf menschliche Zellen untersuchen. Die Verarbeitungsqualität soll im Rahmen des Projektes optimiert werden um die Nahrungsqualität zu maximieren. Im industriellen Maßstab sollen neue Lebensmittelprodukte hergestellt werden und einer sensorischen Prüfung unterzogen werden. Weiters soll eine Studie das Marktpotential von wenig genutzten Getreidearten erfassen und Leitlinien zur Hebung dises Potentials erarbeiten.

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