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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-05-01 - 2023-04-30

ECOBREED wird die Verfügbarkeit von Saatgut und Sorten für die biologische Landwirtschaft verbessern. Die Arbeiten werden sich auf vier Kulturarten welche eine bedeutende Rolle in der biologischen Landwirtschaft darstellen erfolgen: Weizen (Weich- und Hartweizen), Kartoffel, Sojabohne und Buchweizen. Das Projekt wird (a) Methoden, Strategien und Infrastruktur für eine biologische Pflanzenzüchtung erarbeiten, (b) Sorten bzw. Zuchtmaterial mit verbesserter Stressresistenz, Ressourcennutzungseffizienz und Qualität herstellen, (c) Methoden zur Herstellung von hochqualitativen Biosaatgut entwickeln. Die Ziele sind: • die Verfügbarkeit von Biosaatgut und -sorten zu heben • Merkmale zu identifizieren die besonders wichtig für Biosorten sind wie z.B. Nährstoffeffizienz, Unkrautunterdrückung, Allelopathie. • die Identifizierung von genotypischer und phänotypischer Variabilität in morphologischen Merkmalen, abiotischen/biotischen Toleranzeigenschaften und Qualitätseigenschaften die besonders für Biosorten von Bedeutung sind • Evaluierung von Merkmalen für eine erhöhte Unkrautunterdrückung • Optimierung der biologischen Saatgutproduktion durch verbesserte Agonomie bzw. Saatgutbehandlungen • Entwicklung einer partizipativen biologischen Pflanzenzüchtung • Entwicklung von verbesserten Bio-Zuchtlinien bzgl. Ernährungsqualität, Agronomie und Streßtoleranzen • Etablierung von Trainingsprogrammen im Bereich genomische Pflanzenzüchtung, partizipative Pflanzenzüchtung und Phänotypisierung
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-11-01 - 2016-10-31

Weltweit wird die Gerste (Hordeum vulgare) fast ausschließlich als Korn genutzt, entweder zur Erzeugung von Malz oder zur Verfütterung an Nutztiere. Die Nutzung als Futterpflanze durch Beweidung oder Herstellung von Heu ist nur vereinzelt von Bedeutung. In beiden Fällen muss die Nutzung vor dem Ährenschwellen bzw. Ährenschieben erfolgen. Danach ist die Nutzung als Futterpflanze aufgrund der langen, meist mit feinen Widerhäkchen versehenen Grannen unmöglich: Bei Verzehr führen die Grannen zu Verletzungen und in weiterer Folge zu Entzündungen im Maulbereich der Tiere. An der Abteilung Pflanzenzüchtung des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften der BOKU wird die derzeit verfügbare genetische Diversität von Gerste im Hinblick auf ihre Nutzung als Futterpflanze untersucht. Durch künstlich induzierte Mutationen (z.B. durch Röntgenstrahlen oder Neutronenstrahlen) wurde bei Gerste im Laufe des 20. Jahrhunderts die genetische Variabilität erheblich erweitert. Obwohl gut dokumentiert, wurden die wenigsten dieser Mutationen bisher genutzt. Für die Nutzung als Futterpflanze wie z.B. der Ganzpflanzensilage im Stadium der Milchreife sind einige dieser Mutanten jedoch höchst interessant.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2013-09-01 - 2018-08-31

Die Nachfrage nach gesunden, nahrhaften und innovativen Nahrungsmitteln die auch nachhaltig produziert werden wächst kontinuierlich. Wenig genutzte Getreidearten erfüllen viele der geforderten Punkte, jedoch sind wenig kommerzielle Sorten erhältlich, exisitieren kaum Programme zur Ausnutzung ihrer genetischen Diversität, und zudem haben sie niedrigere Erträge. Es gibt kaum Forschung zur Optimierung der Bestandesführung, der Verarbeitung und des Marketings. "HealthyMinorCereals" setzt sich zum Ziel mit modernen Methoden zur genotypischen Charakterisierung und Phänotypisierung mehr als 800 Genotypes von fünf verschiedenen wenig genutzten Getreidearten (Dinkel, Roggen, Hafer, Einkorn und Emmer) hinsichtlich ihrer Merkmale bezüglich Ertrag, Ernährungsqualität und Krankheitsresistenzen zu beschreiben. Dadurch soll der Grundstein zu gezielten Kreuzungsprogrammen gelegt werden. Feldexperimente werden in vier verschiedenen Klimazonen Europas durchgeführt um die optimale Bestandesführung unter biologischen und low-input Bedingungen zu eruieren, wobei ein Schwerpunkt auf die Genotyp-Umwelt Wechselwirkung und die standortangepasste Düngung gelegt wird. Das Projekt wird weiters die ernährungsphysiologische Qualität der einzelnen Getreidearten bestimmen und die Wirkung von Extrakten, gewonnen aus den Samen, auf menschliche Zellen untersuchen. Die Verarbeitungsqualität soll im Rahmen des Projektes optimiert werden um die Nahrungsqualität zu maximieren. Im industriellen Maßstab sollen neue Lebensmittelprodukte hergestellt werden und einer sensorischen Prüfung unterzogen werden. Weiters soll eine Studie das Marktpotential von wenig genutzten Getreidearten erfassen und Leitlinien zur Hebung dises Potentials erarbeiten.

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